Naturstrandbad

Das Strandbad Sipplingen ist herrlich gelegen und kostenlos zugänglich. Nahe beim Strandbad gibt es einen bepflanzten Weg mit Bäumen, die Schatten spenden, einen Kinderspielplatz, eine Pizzeria mit zum See gewandter Terrasse (deren abendlicher Besuch sich schon aufgrund ihrer herrlichen Lage direkt am See lohnt: www.ristorante-riva.de), ein Kiosk, ein Café sowie die Möglichkeit, Eis für die Kinder zu kaufen. Was braucht man mehr, außer Sonne, Urlaub, Bodensee, um glücklich und entspannt zu sein?

Sehr dürftige, leider wenig attraktiv dargebotene Informationen zur Gemeinde Sipplingen erhalten Sie auch im Internet unter www.sipplingen.de

Tauchparadies Bodensee

Der Bodensee ist eines der größten und beliebtesten Tauchreviere in Mitteleuropa. Vor allem im Winter (von Dezember bis Anfang März), wenn die Sicht im See aufgrund des geringeren Algenwachstums besser ist, kann man vermehrt Sporttaucher im See oder in seenahen Parkhäusern sichten.

Bekannt ist das so genannte "Dreikönigstauchen", das jedes Jahr am 2. Weihnachtsfeiertag stattfindet und das von der Tauchgruppe Überlingen veranstaltet wird. Dieses Tauchereignis lockt Jahr für Jahr Taucher aus ganz Süddeutschland an.

Vor Überlingen und bei Sipplingen ist das Tauchen aufgrund der interessanten Unterwasserfelsformationen besonders beliebt. Zuerst geht es hier relativ flach in den See hinein bis auf 2 m Tiefe, dann fällt eine Steilwand jäh ab bis in eine Tiefe von 30 m bis 80 m. Diese Gebiete sind außerdem recht fischreich.

An zahlreichen Stellen im See finden sich außerdem Wracks, beliebte Ausflugsziele der Tauchergemeinde. Das vielleicht schönste Wrack  findet sich am Schweizer Ufer bei Bottighofen östlich von Konstanz. Hier liegt der Schaufelraddampfer "Jura", der 1864 sank und erst 1960 wiederentdeckt wurde.

Ebenfalls sehr beliebt war der so genannte "Teufelstisch" gegenüber Überlingen. Nach einigen tödlichen Unfällen ist das Tauchen dort jedoch seit 1994 verboten. Nur mit Ausnahmegenehmigung dürfen Tauchexperten heute noch dort tauchen.

Beim "Teufelstisch" handelt es sich um eine Felsnadel, die am Bodanrück im Uferbereich zwischen Wallhausen und dem Beginn der Marienschlucht etwa 50 Meter vom Ufer und 14 Meter vom uferseitigen Niedrigwasserbereich entfernt liegt. Die Felsnadel endet in einer flachen Platte dicht unter der Wasseroberfläche und ist seeseitig mit dem Seezeichen 22 gekennzeichnet. Vom Ufer aus erkennt man nur die Rückseite des Seezeichens und die etwas hellere Färbung des Wassers über der ellipsenförmigen Untiefe. Das häufig sogar von der Seeoberfläche aus sichtbare Plateau des Teufelstisches hat eine Fläche von rund 160 qm und liegt normalerweise bis zu 1,5 m, bei Hochwasser bis zu 3 m unter der Wasseroberfläche und bei Niedrigwasser oft sogar trocken. Manchmal bauen Urlauber dort Campingtische und Stühle auf. Seeseitig fällt die Wand unterhalb des Teufelstisches fast senkrecht bis auf ca. 90 m Tiefe ab. Diese ungewöhnliche geologische Unterwassersäule gilt unter Tauchern seit Jahrzehnten als Herausforderung.

Haldenhof

Der Haldenhof ist ein Restaurant, das 230 m oberhalb des Sees und Sipplingens auf dem Bergrücken liegt. Man kann den Haldenhof entweder zu Fuß von Sipplingen aus erreichen oder mit dem Auto aus dem Hinterland über Bonndorf. Spielmöglichkeiten für Kinder sind vorhanden. Das Restaurant besitzt 130 Innensitzplätze und 220 Außensitzplätze, die in der Hochsaison oft völlig belegt sind. Gastronomisch ist das Höhengasthaus Haldenhof eher durchschnittlich, aber der einzigartige Blick von dort oben entschädigt dafür allemal. Mehr über den Haldenhof erfahren Sie unter www.gasthaus-haldenhof.de

Blütenweg

Der so genannte Blütenweg trägt seinen Namen nicht umsonst. In der Zeit der Kirsch-, Apfel- und Birnenblüte durchwandert man ein Blütenmeer. Besonders an klaren, sonnigen Föhn-Tagen im Frühjahr und Herbst bieten sich den Wanderern atemberaubende Ausblicke auf den Bodensee und das Alpenpanorama. Besonders empfehlenswert ist der Weg bis zum so genannten Haldenhof, der 230 m über dem See liegt. Von hier aus genießt man an solchen Tagen eine Aussicht, die fast schon unwirklich schön wirkt.

Auch der Geologische Lehrpfad durch die Steiluferlandschaft, die Urstromtäler und Tobel (ein 25 km langer Rundweg zwischen Owingen und Sipplingen, dessen zum See gelegener Teill von Aufkirch an Goldbach, Hödingen und Süßenmühle vorbei nach Sipplingen führt) ist unbedingt eine Wanderung wert.

Mehr über die Wanderwege erfahren Sie auch unter: www.erlebnisweg.de

Bodenseewasserversorgung

Den Bodensee durchströmen jedes Jahr 11,5 Milliarden Kubikmeter Wasser, die aus Zuflüssen, Schmelz- und Regenwasser stammen. Der See selbst umfasst etwa 50 Milliarden Kubikmeter. Die Bodenseewasserversorgung entnimmt jedes Jahr die im Vergleich dazu lächerlich gering anmutende Menge von 130 Millionen Kubikmetern, etwas mehr als 1 Prozent des neu hinzukommenden Wassers also – und zwar bei Sipplingen im Überlinger See.

Das Wasser wird in 60 m Tiefe entnommen, weil es dort die beste Qualität besitzt. Es ist bei der Entnahme vier bis fünf Grad Celsius kalt und wird mit sechs Rohwasserpumpen in die 312 m höher gelegenen Aufbereitungsanlagen gepumpt. Jede Sekunde werden so 9.000 l Wasser aus dem See befördert – das entspricht einer Menge von 45 Badewannen.Die Bodenseewasserversorgung BWV versorgt damit 146 Städte und Gemeinden sowie 34 Wasserversorgungszweckverbände. Bodenseewasser besitzt eine enorm hohe Qualität, geringe Nitratwerte und keine Schadstoffrückstände. Eigentlich ist die Situation schon fast skurril: Weil nämlich das Wasser derart sauber ist, gibt es immer weniger Fische im See.

Besichtigungen der Bodenseewasserversorgung können ab Gruppengrößen von 15 Personen vereinbart werden. Für Einzelpersonen gibt es in den Sommermonaten Führungen – und zwar jeweils dienstags und mittwochs um 15:30 Uhr. Dazu ist allerdings eine vorherige Anmeldung veim Verkehrsamt Sipplingen (Tel. 07551 9499370) oder Bodman-Ludwigshafen (07773 930040) nötig (Ausweis mitnehmen!). Mehr erfahren Sie unter www.zvbwv.de

Heidenhöhlen

Zwischen Überlingen und Sipplingen erkennt man noch heute in den steilen Molassesandsteinwänden die so genannten "Heidenhöhlen".

Dabei handelt es sich um von Menschenhand geschaffene Höhlen, deren genauer Entstehungszeitraum und Verwendungszweck leider unbekannt sind. Manche vermuten, die Höhlen seien heidnischen Ursprungs, andere ordnen ihre Herkunft der römischen bzw. frühchristlichen Zeit zu (es wurden römische Münzen in einigen von ihnen gefunden).

Die Heidenhöhlen nahe Überlingen-Goldbach (bei dem Bahnübergang nahe dem "Stollen") befinden sich in einer ca. 400 m langen und über 20 m hohen Felswand mit Steilabfall zum Bodensee. Vor dem Bau der Eisenbahntrasse (Bodensee-Gürtelbahn) und der alten B 31 hatten die Felsen noch direkten Kontakt zur Uferlinie des Bodensees, d. h. Sipplingen war früher wohl nur auf Umwegen oder auf dem "Seeweg" von Überlingen aus erreichbar. Erst im Zuge der Baumaßnahmen für die Eisenbahn wurde der vordere Bereich der Felsen 1895 komplett wegesprengt. Heute sind die Felsen als Naturdenkmal geschützt. Auf alten Stichen (z. B. auf einem kolorierten Stahlstich von Konrad Corradi vor 1850) kann man erkennen, dass es in den weggesprengten Felsteilen weitaus mehr Höhlen gab, zu denen wohl sogar steinerne Treppen führten.

Die Höhlen können heute leider nicht mehr besichtigt werden. Sie sollen fast alle gewölbt und mit Pfeilern versehen sein. Die Fensteröffnungen sind zumeist regelmäßig und relativ niedrig angebracht. An den Wänden vieler dieser Kammern befinden sich Sitzbänke, Nischen und Vertiefungen. Ein einheitlicher Sinn und Zweck der Höhlen ist jedoch nicht erkennbar.

Im typischen Molassesandstein war es relativ leicht, künstliche Gänge und Räume zu schaffen. Das hatte auch die Nationalsozialisten 1944 auf die Idee gebracht, kriegswichtige Industrie bombensicher in ein 4,3 km langes Stollensystem zu verlagern.

Der Bau solcher Höhlen ist vor allem dann einfach, wenn es sich um so genannten Knaur-Sandstein handelt, eine Sandsteinart, die auch von harten Sandsteinschichten durchzogen wird. Benutzt man eine solche Schicht beispielsweise als Decke, kann man mit recht einfachen Mitteln und relativ schnell im weichen Sandstein stabile Höhlen schaffen. Genau diesen Umständen verdanken die Heidenhöhlen ihre Existenz.

Auch bei Heiligenberg ("Freundschaftshöhle"), Stockach-Zizenhausen ("Heidenbühl") sowie im Aachtobel bei der Wallfahrtkapelle "Maria im Stein" finden sich solche künstlichen Höhlen im Molassefels.

"7 Churfirsten"

Die als Geotop geschützten sieben Churfirsten bei Sipplingen am Bodensee sind eine geologische Besonderheit, die mitten im Wald liegt. Es handelt sich dabei um 6 bis 7 m hohe, pfeilerartige Molasse-Sandsteinfelsen,die von Schichten härten Gesteins durchzogen sind. Der Name rührt wohl daher, dass die Felsen wie Kurfürsten mit ihren Mützen aussehen. Besagte "Mützen" bestehen aus härterem Gestein und haben so das weiche Gestein daraunter vor Abtragung geschützt. Die bizarren Eiszeitrelikte finden sich im Naturschutzgebiet Sipplinger Dreieck.